Saturday, February 20, 2010

21st February 2010, Phu Quoc, Vietnam

(War face/constipation)

Happy New Year blogfans,

I know, we only found out recently as well, but the lunar new year/Chinese new year (of the Tiger)/tet festival was on the 14th of February this year. As we found out we didn't think it would be that much of a big deal in Vietnam, however the 1 million Chinese living in Saigon and everyone else on a three national holiday had a different idea. We arrived in Saigon a few days before the new year but the celebrations were already in full swing. The park near us was packed with flowers, orange bushes and bonsai trees (a bit like their version of our christmas tree custom), the main street was also filled with flowers, lanterns and sculpture, the city was studded with Tigers (mostly inflatable) of all different sizes and colours, and there was a general party atmosphere. They also had a huge fireworks display on the stroke of midnight which was only tainted by me having my wallet stolen about half an hour earlier (I know, my own fault for taking it out in a crowd). Well they say that you should leave all your bad luck behind and start the new year with good luck, which for me came true sooner than we thought. As we were standing waiting for a policeman to get back to us and contemplating and night at the police station trying to fill out crime report forms in Vietnamese I got bored and wondered back to roughly where I thought I'd had my wallet pinched, under the misguided hope that maybe in fact I'd just dropped it. Just as I was about to give up a young Vietnamese lad approached me, held out his hand and handed me back my wallet, it was unfortunately light by about 100 USD but my credit card and driving license were still there. So despite the financial set back we considered it a stoke of good luck and are looking forward to a good year of the Tiger.
When we weren't getting robbed we spent some time at the Museum of American War Crimes, recently renamed the War Remnants Museum, but I like the former better, watching Vietnamese war propaganda, or at the Cu Chi tunnels just outside town. These were the famous tunnels which the Cong used to get around and hide without detection by the Americans. I quickly realized I wouldn't have made it long in the Viet Cong after failing to get into the entrance tunnel, a little further along though they had a tourist tunnel which had been enlarged slightly to allow tourist to crawl along 100 metres in the dark at depths down to about 10 m. It wasn't very pleasant or comfortable and at one point I had to squeeze though on my hands and knees with my shoulders vertical (a lovely image), but we made it to the end, covered in sweat. We were only down a couple of minutes and the tunnels had been enlarged, so I'm not to envious of the people who had to spend days down there. I also got to fire an AK-47, which was cool (see grinning pictures)
After Saigon we moved down to the Mekong Delta where we enjoyed the beautiful Vietnamese countryside and hoped to see the famous floating markets, unfortunately due to it being a national holiday it was a little thin on the ground/not there. However, we did get to eat the best mango I've every tasted on a stop over at an orchard, so not a complete loss.
Next stop was the island of Phu Quoc where Ulrike has spend some quality time on the beach and I've just completed my PADI open water Scuba diving course, which was great fun and opened the door to a whole new underwater world, I would highly recommend it to anyone. So nwo we've got just two days left on the island so we're going to go exploring tomorrow and then take a snorkeling trip down to the south of the island (I think I'm turning into a fish), before our next stop which is Manila in the Philippines.


Robert und ich haben gerade unseren ersten gemeinsamen Tauchgang genossen. Robert hat in den letzten drei Tagen seinen Tauchschein gemacht und nun koennen wir gemeinsam auch die Unterwasserwelt unsicher machen.
Waehrend Robert schoen gelernt hat, habe ich faul am Strand gelegen, mich gebraeunt und bin ab und zu ins traumhaft blau Wasser gesprungen. Seit vier Tagen sind wir nun auf Phu Quoc, einer kleinen Insel vor der sued-west Kueste von Vietnam. Aber eins nach dem anderen. Von Phnom Penh in Kambodscha sind wir mit dem Bus nach Ho Chi Mingh Stadt (ex. Saigon) gefahren. Die Grenzueberquerung lief absolut reibungslos und unser Bus war eine Delux-Version, so dass wir super breite Sitze mit Fusslehne und allem hatten. Hat dafuer aber auch $4 mehr gekostet, aber auf eine 5-stuendige Busfahrt umgerechnet, hat es sich dann doch gelohnt. Der Bus hat uns in Saigon direkt im Touristenviertel rausgeschmissen und nach dem wir etwas ratlos eine Nebenstrassrinwe runtergewandert sind, hat uns eine Frau mehr oder weniger ohne zu fragen in ihr kleines Guesthouse geschleppt. Die Besitzerin war wirklich niedlich, sie hat zwar so gut wie gar kein englisch gesprochen, aber die danze Zeit gelacht und Roberts und meinen Arm getaetschel. Es fuehlte sich wirklich so an, als ob wir bei ihr zu Hause wohnten (was wir ja auch taten). Ganz Saigon war zu unserer Ankunft bereits im Chinesichen Neujahrsfieber. Auf der Suche nach etwas zu Essen sind wir durch Zufall in eine Parkanlage gestolpert, die zu einem riesigen Blumenladen umfuntioniert wurde. Ueberall wurden Bonsai-Baeume, gelb-bluehende Blumen aller Art, Drachnfruchtpflanzen und sonstiges Exotisches ausgestellt und verkauft. Es dauerte eine Weile, bis wir verstanden, dass dies nur fuer das Neujahrsfest war. So wie bei uns der Weihnachtsbaumbverkauf. Und ueberall Vietnamesen, die dieses Schauspeil nuzten um sich und die ganze Familie vor diesem Blumenmeer fotografieren zu lassen.
Zum eigentlichen Neujahrsfest war dann ganz Saigon auf den Beinen. Einige Strassen waren nur fuer Fussgaenger freigegeben, so dass amn nicht staendig Angst haben musste ueberfahren zu werden. Und wieder ueberall Blumen. Es kam mir eher wie Fruehjahr oder Ostern bei uns vor. Natuerlich standen an jeder Ecke Tigerfiguren rum (es ist das Jahr des Tigers). Und fuer Mitternacht haben sich alle am Ufer des Flusses versammelt um das Feuerwerk zu sehen. Wirklich beeindruckend. Einige Raketen sind in Herz-Form explodiert. Das gab natuerlich riesige Begeisterung.
Es war lustig in einer Menge von tausenden Vietnamesen zu stehen und sogar ich war eine der Groessten. Ist mal angenehm in einer grossen Menge zu stehen und trotzdem etwas sehen und frische Luft atmen zu koennen. Erst im nachhinein ist uns aufgefallen, dass es nirgends Alkohol gab, was das ganze natuerlich sehr angenehm gemacht hat. Super Atmosphaere.
Aber wie es sich bei solchen Grossverantsaltungen gehoert, war kurz vor Mitternacht Roberts Brieftasche weg. Der Polizist kopnnte in dem Gewusel natuerlich auch nichts machen und wir haben uns schon ueberlegt wie wir meine Kreditkarte moeglichst schnell gesperrt bekommen und Roberts Fuehrerschein neu beantragen. Und nach dem das Feuerwerk vorbei war und ein Teil der Menge sich auf den nachhause Weg machte, ist Robert nochmal zurueck an die Stelle, wo er meinte, dass die Brieftasche geklaut wurde. Und siehe da. Eine Gruppe Jungs hatte sie gefunden und Robert von dem Fuehrerscheinfoto wiedererkannt und ihm gleich zugewinkt. Natuerlich war das Bargeld weg, aber alles andere hat Robert unversehrt zurueckbekommen. Uns ist wirklich ein Stein vom Herzen gefallen. Das jahr des Tigers hat auf jeden Fall gut fuer uns begonnen. Und das verlorengegangene Geld verbuchen wir als Opfergabe an den Reisegott.
Am naechsten morgen hiess es dann frueh aufstehen, da wir eine Tour zu den Cu Chi Tunneln gebucht hatten. die Tunnel sind ungefaehr eine Stunde von Saigon entfernt und wurden von der Viet Kong waehrend des Vietnamkriegs ls unterschlupf genutzt und ausgestattet mit Kuechen, Aufenthaltsraumen, Fallen und alles was dazugehoert. Und wir Touristen koennen ein kleines Stueck davon besichtigen. Es hatte etwas von Disneywold und wie bereits in dem War Museum in Saigon, waren die Erlaeuterungen zum Vietnamkrieg doch etwas einseitig und klangen verdammt nach Propaganda. Aber nur Robert zu sehen, wie er versuchte in eine Tunneloeffnung zu steigen, die eigentlich fuer die vietnamesischen Kaempfer ausgelegt war, hat den Ausflug unbezahlbar gemacht ;-). Dafuer durfte Robert dann aber auch mit einer echten AK 47 schiessen und zum Ende hin, ging es dann 100m durch einen Tunnel, der extra fuer uns Touristen verbreitert wurde. Aber selbst das hiess auf Haenden und Knien rutschen, und nach den 100m war ich dann doch froh das Tageslicht wiederzusehen und das, obwohl der Tunnel fuer uns leicht beleuchtet war. Dies alles im Dunkeln, mit einem Gewehr und explodierenden Bomben oben drueber durchzumachen stelle ich mir dann doch sehr klaustrophobisch vor.
Am naechsten Tag haben wir dann Saigon und seine huebsche franzoesische Architektur Richtung Can Tho im Mekongdelta verlassen. Nach fuenf-Stunden im Mini-Bus waren wir endlich da, haben ein Zimmer fuer zwei Naechte bezogen und wolltendie Stadt unsicher machen, bis uns auffiel, das die Vietnamesen noch immer Nuejahr feiern und alles geschlossen war. Zum Abend hin oeffnete dann aber wenigstens ein Nachtmarkt, so dass wir nicht verhungern mussten. Auch am naechsten Tag, als wir mit einem Boot zu den beruehmten schwimmenden Maerkten wollten, haben wir schnell gemerkt, dass noch immer Neujahr war. Es war kein einziges Boot auf dem Markt. Statt dessen hat unser Kapitaen uns die Kanaele und Seitenfluesse des Mekongdeltas gezeigt. Wunderschoen gruen und so ruhig. An einem Obstgarten angehalten, wo uns der Besitzer mit allen moeglichen bekannten und unbekannten Fruechten gefuettert hat und dann zurueck nach Can Tho. Am naechsten Tag sind wir dann wieder in einen Minibus gesprungen und nach Rach Gia gefahren. Dem Ausgangspunkt am Festland fuer Faehren und Fluege auf die Insel Phu Qouc. Wir hatten am Tag vorher im Internet noch frei Plaetze fuer eine Flug nach Phu Quoc gebucht, da wir von anderen Reisenden immer wieder gehoert haben, dass sie Probleme hatten auf die Insel zu kommen, wegen: Neujahr. Also hiess es eine Nacht in Rach Gia verbringen und dann am Morgen ein 25 Minuten Flug auf die Insel. Natuerlich hatten wir auch keine Unterkunft gebucht, aber am Flughafen wurden wir direkt von einem Hotelmanager abgefangen, der noch freie Zimmer in seinen Bungalows hatte. Also haben wir esuns angeschaut und ein Zimmer genommen. Und nun residieren wir im Tropicana Resort, direkt am Meer mit eigenen Strandliegen und Pool. Na gut, wir haben das billigste Zimmer genommen, ohne Klimaanlage und nur mit Kaltwasser, aber es ist trotzdem sehr nett. Di Insel ist zur Zeit mehr oder weniger ausgebucht (ja, wegen Neujahr), aber die Straende sind trotzdem leer und kaum jemand ist im Wasser. Nur Abends sieht man die ganzen vietnamesischen Touristen, die den Nachtmarkt in der "Hauptstadt" hoch und runter schlendern. Die letzten zwei Tage habe ich, wie gesagt, mit faulenzen und baden verbracht, was bei 29 Grad Wassertemperatur sehr angenehm ist und morgen wollen wir mit einem Motorrad ein bisschen mehr der Insel sehen. Vielleicht entdecken wir ja auch, was die vietnamesischen Touristen tagsueber machen. Und am 24.2. geht es dann ueber Saigon weiter nach Manila, in der Hoffnung ein paar Walhaie zu sehen. Also drueckt uns die Daumen.

Wednesday, February 10, 2010

10th February 2010, Phnem Penh, Cambodia

Hello from Cambodia

After a little more time in Bangkok, mostly shopping and sending counterfeit clothes home we made the crossing into Cambodia and down to the second largest city, Batambang. There wasn't a lot there so we spent most of our time around the old town build by the French and looking similar to how I'd imagine New Orleans. We also enjoyed some proper bread and French pastries for the first time on our travels (excluding the naan bread in India), at least the French colonialists left something good after they were kicked out. We also got to ride famous Batambang Bamboo Train, which was basically two axles (including wheels) supporting a bamboo platform. To the back axle was fixed a belt driven by a very noisy (lawnmower) engine. When then cranked it up it whizzed along the old railway lines, thankfully no longer in use by proper trains due to their dilapidated condition. The only problem came when another train was approaching from the opposite direction, during these occasions one of the trains had to be dismantled and thrown to the side of the tracks allowing the other to pass before being reassembled back on the tracks.
From Batambang we took a nine hour boat ride to Siem Reap, it shouldn't have taken that long but as it was dry season and the rivers are very low we ran aground several times, forcing all of the crew out of the boat to give us a push and sometimes the heavier passengers to the back of the boat. Anyway we got there eventually, found ourselves a hotel and settled down for some rest before three days checking out the old Kymer temples. The first day we hired bikes out and after seeing our first set of temples, which were a little away from the main complex, we took a little detour into the countryside, where we spent the next couple of hours trying to work out where we were. Luckily we did manage to get back on track to see an extra couple before the sunset. The second day we hired a rickshaw driver to see some of the other outlaying temples and the Cambodia landmine museum, a chilling reminder of all the unexploded ordinance littering the country. The third day we took bikes again and explored the main temples complexes including the famous Angkor Wat. It's hard to describe the temples, the scale of some of them and the way in which they are slowly degrading (including have trees growing out of them) but hopefully the pictures on the blog will do them some justice.
After three days solid we'd decided that was enough temples for a while and we headed to Phnom Penh. So far we've spend our time wondering round the local markets watching lots of big live fish being clobbered to death by seemingly sweet little old ladies and visiting relics of the Kymer Rouge times. These included the Killing fields, the place where thousands of Cambodians were taken to be executed, sometimes for things as trivial as wearing glasses. The place now consisted of a big monument stacked with human bones to remember the dead and lots of open pits where human remains where found. Heavy stuff, but even more disturbing/interesting was a visit to what was once a school in a suburb of Phnom Penh, but was later used as a prison where thousands were tortured before either dying, committing suicide or being shipped off to the killing fields. A lot of the old school rooms where left as they were found including the instruments of torture and detention, and pictures of some of the bodies found by the liberating Vietnamese army. Other rooms where plastered with the pictures of the people who had been interned there, walls and walls of pictures. One of the most disturbing things that we heard were the reasons people were taken there. Anyone from a city or possessing an education was deemed unnecessary by the Kymer Rouge and therefore qualified for execution. When these people were captured, or anyone else that the paranoid government wanted to get rid of, they were taken to a prison where they were forced to give up the names of their family and relatives. If they did give those details their families would also be rounded up and executed so as to leave no-one to take revenge. This obviously led to lots of people taking their own lives instead of giving up their families. It was a horrible reminder of the atrocities carried out during the 4 year reign of the Kymer Rouge in which they either executed or staved half of the country's population of 7 million for reasons no one to this day fully understands, it also gave you a sense of injustice, in that such acts were to be able to be carried out. Apart from that though Phnom Penh is a very nice city.
Anyway that's all for now, tomorrow we get a bus to Saigon (Ho Chi Min City) and our first look at Vietnam.

Wir sind sicher in Bangkok gelandet und es fuehlte sich schon fast so an wie nach Hause zu kommen. Wir wussten sofort welchen Bus wir in die Stadt nehmen mussten und wo wir ein guenstiges Hotel finden konnten. Aber wir waren ja nicht nur zum Spass hier: Am ersten Tag haben wir fuenf Stunden im Internetcafe verbracht um uns und den Rest der Welt auf den neusten Stand zu bringen :-). Und da wir wirklich nicht noch einen Buddha oder noch ein Pagoda sehen wollten ging es am Sonntag auf den beruehmten Weekend-Market. Ueber 15.000 Staende die alles verkaufen was das Herz begehrt, Klamotten, Taschen, Kunst, Haustiere plus passende Outfits und natuerlich Kitsch ohne Ende. Wir sahen haeufig Touristen mit leeren Koffern, die sie auf dem Markt mit ihren erstandenen Schaetzen fuellten. Am Anfang haben wir noch gelaechelt, aber irgendwann konnte ich dann auch nicht mehr wiederstehen. Natuerlich habe ich nur Dinge gekauft, die ich wirklich brauche :-). Nach Stunden auf dem Markt, hatten wir vielleicht die Haelfte gesehen, aber langsam konnten wir nicht mehr, also ging es per Sky-Train zu den modernen Einkaufszentren um uns mit Buechern fuer die weitere Reise einzudecken. Komischerweise waren Buecher so ungefaehr das einzige, was wir auf dem Markt nicht gefunden haben. Am naechsten Tag wurde dann ein huebsches Paket an meine Mutter gepackt, hauptsaechlich natuerlich die Laquerware Dinge, die wir in Myanmar erstanden haben, aber ich muss zugeben, dass auch eine Handtasche nach Berlin geschickt wurde (aber die habe ich natuerlich nur als Packmaterial gekauft, damit die anderen Dinge im Paket nicht beschaedigt werden :-)) Unsere restlichen Baht gingenwir dann fuer einen Haarschnitt fuer mich und Robert drauf (na ja, es waren 3 Euro pro Haarschnitt)
Am naechsten Tag hiess es dann wieder "auf wiedersehen"Bangkok, diesmal mit dem Ziel Kambodscha. Per Bus ging es an die Kambodschanische Grenze wo uns dann von einem etwas sehr ueber-ambitionierten Typen das Visum organisiert wurde und wir mit unseren Rucksaecken zu Fuss zuerst die theilaendische und dann die kambodschanische Grenze ueberquerten. Insgesamt hat der ganze Grenzwechsel ueber 1,5 Stunden gedauert. Auf der kambodischen Seite wurden uns dann erklaert, dass es in Kambodscha drei gleichberechtigte Waehrungen gibt, US-$, thailaendische Baht und kambodschanische Riel. Hat sich fuer uns am Anfang recht kompliziert und abenteuerlich angehoert, aber wir haben uns sehr schnell daran gewoehnt einen Haufen verschiedener Geldscheine in der Tasche zu haben. Zum Glueck hatten wir noch ein paar Dollar aus Myanmar uebrig, so dass wir die ersten Tage ganz gut ueberbruecken konnten.
Nach der Grenze ging es mit einem Bus bis nach Sisophon und von dort haben wir einen Platz auf der Ladeflaeche eines Pick-ups ergattert, der uns in 1,5 Stunden nach Battambang, unserem ersten Ziel in Kambodscha, gebracht hat. Am Busbahnhof warteten natuerlich bereits die obligatorischen Tuc-Tuc-Fahrer. Diesmal waren die Tuc-Tucs wie Kutschen, die an das Motorrad angehaengt wurden. Und zum ersten Mal hatte Robert sogar ausreichend Platz und musste nicht mir eingezogenem Kopf durch die Stadt fahren um nicht an das Dach des Tuc-Tucs zu stossen. Unser Tuc-Tuc-Fahrer empfahl uns ein wirklich nettes Hotel fuer 13$ wo wird fuer die naechsten zwei Naechte blieben. Battambang, aber auch den anderen Staedte die wir in Kambodscha besuchten, merkt man den franzoesischen Einfluss durch die Kolonialherrschaft richtig an. Wunderschoene Haeuser, die man so in New Orleans erwarten wuerde, breite Boulevards mit alten Baeumen und Parkanlagen in der Mitte und endlich anstaendiges Brot: leckere, knusprige Baguettes und ab uns zu sogar Ziegenkaese, Brie oder Camembert auf der Speisekarte. Aber es geht doch nichts ueber ein anstaendiges Nutella-Baguette :-). Und die Fruchtshakes hier... Ueberall findet man kleine Obststaende mit einem Mixer. Robert ist schon langsam selber in einen Fruchtshake mutiert. Unseren zweiten Tag haben wir in Battambang mit einer Bahnfahrt auf einerm Bambus-Zug begonnen, eigentlich nur ein Boden aus Bambus, der auf vier Raeder gehievt wird, ein Motor angeschlossen und dann schiesst man ueber die stillgelegten Gleise zwischen zwei kleinen Doerfern. Mal wirklich was anderes, insbesondere als wir bemerkten, dass diese "Zuege"wirklich zum Transport von Ware und Einheimischen (inkl. Motorrad) genutzt werden. Weiter ging es zu einem alten Tempel, der noch vor den beruehmten Tempeln in Angkor gebaut wurde. War schon beeindruckend, aber im Vergleich zu den Tempeln die wir spaeter in Angor sehen sollten eigentlich keiner Erwaehnung wert. Das war es dann auch schon fuer uns in Battambang. Am naechsten Tag ging es per "Express" Boot nach Siem Reap (der Ausgangsbasis fuer Angkor). Die Fahrt sollte etwa sieben Stunden dauern, da der Fluss relativ wenig Wasser fuehrte. Es wurden neun Stunden daraus, inklusive drei direkt Frontalzusammenstoessen mit dem schlammigen Ufer. Aber es war interessant, dass Leben der Einheimischen entlang des Flusses zu beobachten. Ueberall nackte und halbnackte Kinder, die gluecklich am und im Fluss spielten ohne irgendwelche Beobachtung von Erwachsenen oder gar Schwimmfluegeln :-)
In Siem Reap hatte uns dann der Tourismus zu 100% zurueck. Es schien als ob es eine Stadt nur fuer Touristen war. Alles war auf Touristen abgetimmt. Nette Lokale und Bars, wie sie ueberall in Europa stehen koennten, alle Preise in Dollar und jeder sprach Englisch, sogar die Strassenkinder die einem Postkarten verkaufen wollen. Aber wir waren ja fuer die Tempel hier. Wir hatten uns entschieden eine drei-Tageskarte fuer 40$ zu kaufen. Am ersten Tag ging es per Fahrrad zur etwa 15 km entfernten Rolous-Tempelanlage. Die die aelteste Tempelanlage in Angkor ist. Zu der Zeit hatten wir noch die Vorstellung, dass wir alles chronologisch aufarbeiten wurden. Aber als es dann ueber zwei Stunden dauerte um von der Tempelanlage zum Hauptgebiet von Angkor zu kommen haben wir einfach die Tempel angeschuat die sich interessant anhoerten. Wir hatten mal wieder einer Karte im Lonely Planet vertraut, obwohl wir es ja langsam eigentlich besser wissen sollten, und sind ueber irgendwelche Sandwege, durch Felder und Doerfer und vorbei an Kuehen, Huehner und Hunden dann irgendwo an einem Tempel wieder rausgekommen. Also haben wir einfach von dort weitergemacht. Ueber die gesamten drei Tage hat uns jeder Tempel auf seine Art und Weise beeindruckt. Auch wenn sie alle die gleichen architektonischen und religioesen Elemente enthalten, sind sie doch alle anders und haben alle eine eigene, berauschende Atmosphaere ansich. Wir haben in Bagan/Myanmar immer wieder Leute gehoert, die Angkor und Bagang mit einander veglichen haben. Aber so wie wir es erlebt haben, ist es gar nicht moeglich. In Bagan waren alle Tempel fast gleich und das wirklich beeindruckende war die schiere Anzahl und der Anblick von hunderten von Tempeln von oben. In Angkor geht es wirklich um jeden einzelnen Tempel und die Tempel sind viel zu weit auseinander um von der Spitze eines Tempel mehr als ein paar Baeume in der Umgebung zu sehen. Auch ist Angkor wesentlich touristischer, obwohl wir die Massen, vor denen uns alle gewarnt haben, nur an einem Tempel am zweiten Tag (Beantey Srei - ein absolutes Kunstwerk an Steinmetzarbeit) mitbekommen haben. Ansonsten hatten wir zwar die Tempel nicht fuer uns alleine, aber man hat doch immer wieder ein nettes Plaetzchen gefunden, von wo man aus die Atmosphaere in aller Ruhe geniessen konnte. Um auch die entfernteren Tempel und das Landminenmuseum besuchen zu koennen, haben wir am zweiten Tag ein Tuc-Tuc genommen. Bis jetzt hatten wir immer Glueck, wenn uns Einheimische ihr Land gezeigt haben, aber diesmal war unser Fahrer der Meinung, dass es eine gute Idee sei uns wirklich stinkig zu machen (so schlug er um 15:00 vor, dass er uns jetzt zurueck zum Hotel bringt, obwohl wir klar den ganzen Tag vereinbart hatten) und er sich zum Schluss geweigert hat zu einem drei Kilometer entfernten Tempel zu fahren, da wir an dem bereits vorbeigefahren waren und ihn uns ja schliesslich dann haetten angucken koennen. Wir haben ihm sehr klar gemacht, dass er sich mit solch einer Einstellung um jedes Trinkgeld bringt. Aber irgendwie hat er das nicht geglaubt und uns dann allen ernstes gefragt, ob wir ihn am naechsten Tag noch mal als Fahrer wollen. Wir haben am naechsten Tag Fahrraeder gemietet und sind noch einmal auf eigene Faust los um uns die "Grossen"anzuschauen: Angkor Wat und Angkor Thom. Leider wird in Angkor Wat restauriert und die Baustellen mit haesslichen gruenen Planen abgedeckt, so dass der Eindruck des Tempels etwas verloren geht. Na ja, wir haben ein paar Postkarten von vor den Bauarbeiten gekauft :-). Nach drei Tagen hatten wir wirklich genug von den Tempeln und es ging per Bus in das fuenf Stunden entfernte Phnom Penh, der Hauptstadt von Kambodscha. Und hier haben wir dann eine ganz andere Seite von Kambodscha zu sehen bekommen, und zwar die Zeit unter der Roten Khmer und Pol Pot. Wir sind zu Tuol Sleng, einer, waehren der Pol Pot Zeit zu einem Gefaengnis umfumktionierten Schule die heute als Museum dient gefahren. Nach der Schoenheit von Angkor ist dies das absolute Gegenteil. Hier wurde ueber drei Jahre hinweg gefoltert und ermordet. Fotos, Bilder die eigentlichen Zellen, Betten, Ketten und Folterwerkzeuge zeugen von dieser Zeit. Uns wurde das Gefaengnis von einer aelteren Frau gezeigt und erklaert die uns die Grausamkeit dieses Regims vor Augen fuehrte. Ihre gesamte Familie inklusive ihres eigenen Mannes und ihres Kindes wurden unter Pol Pot ermordet. Ihr eigener Bruder in genau diesem Gefaengnis gefoltert und trotzdem hat sie die Kraft diese furchtbare Geschichte jeden Tag wieder zu erzaehlen. Wirklich beeindruckend. Ab diesem Moment hat man die aelteren Leute, die man auf der Strasse sieht mit ganz anderen Augen gesehen. Absoluter Respekt, wie ein Land nach so einem Massaker, bei dem 50% der eigenen Bevoelkerung gestorben sind weitermachen kann. Als zweites ging es dann noch zu den Killing Fields, wo alle Gefangenen des Gefaengnisses plus zehntausende weitere Menschen ermordet und in Massengraebern verscharrt wurden. Gegen einen Baum, der dort noch steht, wurden Babies mit dem Kopf geschlagen und dann zu ihren toten Muettern ins Grab geworfen. Nur unglaublich und unfassbar. Danach hatten wir nicht wirklich mehr Lust uns die Schoenheit der Khmer-Kunst im Nationalmuseum anzuschauen. Dafuer konnten wir aber an einem Tag unser Visum fuer Vietnam organisieren. Und morgen geht es mit dem Bus nach Ho Chi Minh Stad (frueher Saigon). Wir werden uns auf das Mekong Delta und die Insel Pho Quoc berschraenken, mit der Hoffnung auf Pho Quoc ein paar schoene Tage am Strand zu verbringen. Der Weiterflug auf die Philippienen ist bereits fuer den 24.2. gebucht. Die naechsten Fotos und Berichte gibt es dann hoffentlich vom weissen Strand und blauem Wasser der thailaendischen See.